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Umgang mit ‚Fake‘ News.

Jemand hat mir gestern Abend diese Frage über TROM-FAQ gesendet: „Was kann jeder einzelne tun, um die sachlichen Nachrichten besser von den gefälschten Nachrichten (Fake News) zu unterscheiden?“ Aber weil die Antwort ziemlich lang ist, werde ich sie hier als Blogpost posten.

Ich werde dieses Thema in einem zukünftigen E-Book von TROM ausführlicher behandeln, aber hier sind einige wichtige Punkte, die auf meinen Erfahrungen mit Nachrichten/Informationen in letzter Zeit basieren. Also, denk mal über diese Frage nach: „Beeinflusst Sprache selbst (Grammatik) die Denkweise der Menschen?“. Das ist eine einfache Frage, für die du vielleicht die „echte“ Antwort finden willst. Die Frage scheint nicht kontrovers zu sein, aber wie kannst du sie beantworten? Hier ist, wie ich darauf geantwortet habe und was mich über ‚gefälschte‘ oder unwirkliche Nachrichten (Fake News) gelehrt hat.

Ich bin auf die Idee gestoßen, dass Sprache das Denken beeinflusst und für mich war es sinnvoll, sodass ich das sofort akzeptierte. Ich hab gedacht: „Ja, macht Sinn“. Das war eine schnelle Antwort, die auf meinem Wissen beruhte. Jeder Artikel, den ich zu diesem Thema gelesen oder gesehen habe und der meine Ansichten bestätigt hat, habe ich als „Beweis“ registriert, dass meine Gedanken dazu richtig waren. Diejenigen, die diesen Gedanken ablehnten, wurden selten gesehen, weil ich nicht danach gesucht habe. Man kann das vielleicht als „Bestätigungsfehler“ (englisch: „confirmation bias“) bezeichnen.

Später in meinem Leben habe ich ein TROM-Ebook zum Thema Sprache geschrieben und musste mich mehr auf das Thema konzentrieren, also lernte ich etwas über Sprache. Nachdem ich monatelang gelernt hatte, was Sprache ist, wie sie funktioniert usw., wurde mir klar, dass wir bei so vielen Unterschieden zwischen den Sprachen einen großen Unterschied zwischen den Denkweisen sehen müssten, falls Sprache das Denken beeinflussen sollte, aber es scheint überhaupt keine Unterschiede zu geben. Chinesisch (jeder Dialekt) und Englisch sind völlig unterschiedliche Sprachen, aber können wir einen großen Unterschied zwischen der Denkweise von Chinesen und, sagen wir, Amerikaner sehen? Nein. Also fing ich wieder an, auf der Grundlage meines aktualisierten Wissens abzuleiten, dass diese Idee möglicherweise nicht richtig ist.

Um diese Frage richtig beantworten zu können, sagte ich mir, dass ich direkt zur Wissenschaft, zur Quelle gehen muss, und ich fing an, wissenschaftliche Forschungen zu lesen, die genau diese Frage beantworten wollten. Was kann gültiger sein, als direkt zur Quelle, zur Wissenschaft, zur Forschung zu gehen? Nun, das erste, was mir klar wurde, war, dass es viele wissenschaftliche Forschungen gibt, die implizieren, dass „Sprache das Denken beeinflusst“. Viele Experimente aus verschiedenen Quellen deuteten darauf hin. Das zweite, was mir klar wurde, war, dass die Artikel und Videos, die ich zu diesem Thema verdaut habe, diese wissenschaftlichen Arbeiten falsch darstellten. Als Beispiel stellte BBC (eine für mich angesehene wissenschaftliche Quelle) in einem ihrer Dokumentarfilme ein Experiment vor, das zu beweisen ’schien‘, wie Sprache tatsächlich die Art und Weise, wie wir die Welt sehen, beeinflusst. Nach meiner ‚Nachforschung‘ und dem Lesen der aktuellen Studie, auf die sich BBC stützte, um ihre Behauptungen darzulegen, wurde mir klar, wie viel Fehlinformationen BBC in diesem Dokumentarfilm präsentierte. Im Grunde haben sie das meiste übertrieben. Und ich wurde von dem Gedanken, es sei BBC und deshalb mussten sie das Experiment ehrlich präsentiert haben, in die Irre geführt. Sie haben das nicht getan. Grundsätzlich wäre man leicht hereingefallen, wenn man die BBC-Dokumentation, in der sie darstellten, wie „Sprache die Gedanken beeinflusst“, gesehen hätte. Dies lehrte mich, dass man, wenn man eine Zusammenfassung einer aktuellen wissenschaftlichen Forschung liest, bestenfalls die Interpretation einer anderen Person von dieser Studie/dieses Experiments lesen wird. Und vergiss nicht, dass diejenigen, die zusammenfassen (Nachrichtenverkäufe, Blogbeiträge, Dokumentarfilme, Bücher, Videos auf YouTube und was auch immer), ihre Gewinne maximieren wollen und daher Klickköder-Zusammenfassungen (irreführende Zusammenfassungen) machen. Daher habe ich gelernt, dass man zur Quelle zu gehen muss, wenn man wirklich wissen will, ob etwas stimmt oder nicht. Zusammenfassungen werden niemals einer Forschung gerecht werden.

Das ist es also, richtig? Ich habe zuerst gelernt, dass man, wenn man nur wenig über ein Thema weiß, unfähig ist, zu sagen, ob das, was man über das Thema gelesen hat, wahr ist oder nicht, und dass man dazu neigt, nur zuzuhören und sich für die Dinge zu interessieren, die die eigene Weltsicht bestätigen. Zweitens habe ich gelernt: je mehr man über ein Thema weiß, desto besser kann man das Thema untersuchen/zerlegen – man kann relevantere Fragen stellen, man kann beim Lesen ‚falsche‘ Sachen herausfinden und so weiter. Und drittens habe ich gelernt, dass man zur Informationsquelle gehen muss – wenn man das nicht macht, kann man bestenfalls die Meinung einer anderen Person zu diesem Thema lesen.

Ich wünschte, das wäre alles. Nachdem ich jedoch über Sprache gelernt und die wissenschaftliche Forschung von „Sprache und Denken“ gelesen hatte, kam ich aufgrund meiner relevanten Fragen und meiner Skepsis (basierend auf dem, was ich über Sprache gelernt habe) mit anderen wissenschaftlichen Untersuchungen in Verbindung, die widersprechen, dass Sprache das Denken beeinflusst. Ich habe gelernt, die Quellen zu lesen ist nicht genug. Das ist der Punkt. Du musst auch das Wissen haben, um relevante Fragen zu dem von dir erforschten Thema zu stellen, und dann die Kritik der Forschung aus anderen direkten Quellen lesen. Zum Beispiel weisten die Forschungsarbeiten, die ich las und die der Aussage „Sprache beeinflusst das Denken“, widersprachen, auf sehr relevante Lücken in den anderen Forschungsergebnissen hin, beispielsweise: Die Anzahl der untersuchten Personen war zu gering; die Interpretation war nicht korrekt; es gab keine Reproduzierbarkeit; und so weiter. Also all den „respektablen“ Quellen, die ich zuvor gelesen habe und die darauf hinweisen, dass Sprache das Denken beeinflusst, fehlten die wissenschaftlichen Grundlagen, um relevant zu sein. Es mangelte an Reproduzierbarkeit, an einer relevanten großen Anzahl von Teilnehmern und an Wegen, relevante Bedeutung aus der Forschung zu ziehen. Um es einfach zu machen: Wenn man zu einem Stamm geht, der dreimal mehr Namen für Rottöne hat als in der englischen Sprache, und man ein Experiment mit 20 Personen dieses Stammes und 20 aus der amerikanischen Kultur durchführt, um zu sehen, ob die Sprache tatsächlich Einfluss darauf hat, wie wir denken oder die Welt sehen, dann muss man diese Studie reproduzieren und viel mehr Teilnehmer nehmen. Was auch immer man aus seinem kleinen Experiment herausfindet, ist nicht gültig, wenn man nicht mehr Teilnehmer hinzufügt und auch versucht, die Studie + andere wichtige Details zu replizieren. 20 Personen können für nichts repräsentativ sein.

Und so habe ich nach dieser Reise verstanden, dass es absolut keinen Beweis dafür gibt, dass Sprache unsere Denkweise beeinflusst. Sie kann nicht. Es gibt keine wissenschaftliche Forschung, die das belegen kann.

Um zusammenzufassen:

Die erste wichtige Sache ist ZU WISSEN. Wenn du nicht genau weißt, wie unser Körper funktioniert, wie Medikamente funktionieren, wie Behandlungen funktionieren und so weiter, dann kannst du nichts beurteilen, was du aus der Gesundheitsforschung liest. Du kannst höchstens einen Artikel lesen oder ein Video anschauen, das deine Weltanschauungen (unabhängig vom Thema) bestätigt, und dich damit zufrieden fühlen. Aber auch wenn du die Kritik liest (die Opposition dagegen), wirst du sie entweder ignorieren oder du wirst sie sicherlich nicht verstehen können (wie kann man verstehen, dass jemand kritisiert, dass „Sprache das Denken beeinflusst“, wenn man selbst so wenig über das Thema an sich – Sprache – weiß!?).

Zweitens ist es wichtig zu wissen, dass du, wenn du irgendetwas, AUßER die wissenschaftliche Forschung, liest, eine voreingenommene Sicht der Forschung lesen wirst. Du wirst das Telefonspiel spielen, bei dem die Forschung etwas sagt, dann hören es die anderen und projizieren es mutiert nach vorne, dann bekommen andere diese Mutation und mutieren sie weiter vorwärts, bis du sie am Ende auf einer Nachrichtenseite, einem Buch usw. in einer Form lesen wirst, die sich sehr von der eigentlichen Studie selbst unterscheidet (wo alles begann). Wenn eine Forschung etwas aussagt, dann lesen und fassen es einige Journalisten zusammen, dann nehmen CNN oder andere das, was diese Journalisten zusammengefasst haben und fassen es weiter zusammen, dann nehmen andere, was CNN aus dieser Zusammenfassung zusammengefasst hat, und fassen es weiter zusammen … das wird nicht repräsentativ für die tatsächliche Forschung sein.

Und drittens musst du verstehen, dass selbst die wissenschaftliche Forschung an sich nicht ausreicht. Eine wissenschaftliche Forschung kann wichtige Aspekte in der Studie weglassen, sie als sachlich darstellen, selbst wenn sie nicht an anderer Stelle repliziert wird, sie kann durch das, was Menschen aus ihren Befunden interpretieren, in die Irre führen (missleiten) und vieles mehr. Darüber hinaus werden viele wissenschaftliche Studien von Unternehmen finanziert, sodass sie tatsächlich voreingenommen sein können, was sie präsentieren. Oder du kannst nicht einmal auf die meisten wissenschaftlichen Forschungen zugreifen, da sie hinter Bezahlwänden oder komplizierter Sprache sind. Wenn du also eine wissenschaftliche Studie liest, frag dich zumindest, wie groß die Stichprobengröße ist (je kleiner, desto weniger relevant ist die Studie); wurde sie reproduziert und was waren die Ergebnisse?; Wer hat diese Studie finanziert ?; und so weiter.

Aber wenn du mit einem Thema nicht vertraut bist, kannst du keins von diesen Dinge machen. Zum Beispiel kann ein Arzt die SW (Schlechte Wissenschaft) in der wissenschaftlichen Forschung ziemlich gut erkennen, wenn sie in seinem Fachgebiet liegt. Ein Arzt kann fragen: ok, aber was sind die Nebenwirkungen dieser Behandlung? Was ist mit Menschen über einem bestimmten Alter, können sie diese Behandlung bekommen? Wie ist diese Behandlung im Vergleich zu den anderen? und so weiter. Das sind Fragen, die du und ich nicht fragen können. Wir können aus demselben Grund auch nicht die Antworten auf diese Fragen messen: Wir wissen nicht genug aus diesem Bereich.

In wenigen Worten: Das ist verdammt kompliziert und es kommt darauf an, was du betrachtest.

Wenn es um Nachrichten aus der Politik geht, wie kannst du dann die Quelle irgendeiner Behauptung finden? Das einzige, was du tun kannst, ist, zu denjenigen zurückzukehren, die etwas gesagt haben, oder ein persönliches Zeugnis über etwas und solche Dinge (der Anfang des Telefonspiels). Aber weil das Spiel im Grunde mit Menschen anfing, die Dinge aussagen, kann das nicht relevant sein, selbst wenn du es von der Quelle hörst. Dies kann nicht als Wissenschaft bezeichnet werden. Deswegen kommt es darauf an, was du herausfinden willst. Wenn es um eine Forschung (Wissenschaft) geht, gibt es zumindest irgendwo eine Antwort. Wenn es Politik ist, dann glaube ich nicht, dass du viel dagegen tun kannst, sodass dir nichts anderes bleibt, als zu „vertrauen“, was auch immer X oder Y gesagt hat. Wähle also dein Team aus … Selbst bei Umfragen, die aussagen, dass Menschen dies oder das über dieses Thema denken, hängt es völlig davon ab, wie die Frage für diese Umfrage gestellt wurde. Zahlen und Studien, die als Experimente maskiert sind, können wahrhaft irreführend sein. Psychologie und Psychiatrie leiden enorm unter dieser Art von trüber Forschung, die meistens nicht einmal repliziert werden kann.

Die Lösung.

Es ist zu 100% verrückt, Menschen darum zu bitten, „zur Quelle zu gehen“ und „viel über ein bestimmtes Thema zu wissen, um sich eine Meinung darüber zu bilden“. Die Welt ist verdammt kompliziert. Das ist also keine Lösung. Die Lösung ist „die Zusammenfassenden zu verbessern“. Das sind die Menschen und Organisationen, die die Zeit und das Know-how haben, um die Informationsquelle durchzugehen und sie für den Rest zusammenzufassen. Und wenn diese Menschen Experten auf den Gebieten sind, aus denen sie zusammenfassen, dann noch besser. Und wenn sie auch für eine Organisation arbeiten, die aus ihrer Arbeit keinen Gewinn macht, dann noch vertrauensvoller.

Ein Beispiel ist HealthNewsReview. Eine gemeinnützige Organisation, die Gesundheitsnachrichten im Auge behält. Sie haben eine Reihe von Ärzten und Journalisten eingestellt, deren einzige Aufgabe darin besteht, die Quelle wichtiger Gesundheitsnachrichten zu verfolgen und gebildete Fragen zu stellen. Sie untersuchen sie und zeigen, ob und wie die Medien die Studien falsch dargestellt haben.

Wir brauchen solche Gruppen für alles, was da draußen ist. Leider sind sie nur wenige und sehr unbeliebt. Der einzige Grund, warum sie überleben können, sind Spenden und ihre Besessenheit mit dem, was sie tun. Wir brauchen also eine Reihe von Experten, die wissenschaftliche Forschungen zusammenfassen können und nicht daran interessiert sind, Geld damit zu verdienen. CNN, NYT, BBC und fast alle Nachrichtenagenturen sind das genaue Gegenteil. Ihr Kernfokus (oder zumindest ein großer Teil ihres Fokus) ist das Geldverdienen. Das wird zu schlechter Journalismusforschung und übertriebenen Artikeln/Dokumentarfilmen/etc. führen. Ich finde staatliche Quellen viel vertrauensvoller, weil sie Menschen informieren (zumindest theoretisch). Zum Beispiel hat das nationale Gesundheitsinstitut im Vereinigten Königreich einen Abschnitt mit dem Titel „Hinter den Schlagzeilen“, in dem sie die Nachrichten aus der Gesundheitswissenschaft auf ähnliche Weise wie HealthNewsReview genau untersuchen. UK Cancer Research macht das gleiche für die Krebsforschung.

Aber diese Wachhunde sind sehr wenige, unterfinanziert und erreichen nicht viele Menschen. Die anderen, die bellenden Hunde, sind so zahlreich, so gut bezahlt und motiviert, Bullshit-Nachrichten zu präsentieren, nur um Geld zu verdienen. Darüber hinaus haben wir eine Bevölkerung, die wenig über die Welt weiß und wenig Zeit (oder Interesse) hat, um mehr zu lernen. Das Beste, was die Menschen tun können, ist, wie ich sagte, den Quellen, die Informationen für sie zusammenfassen, zu „vertrauen“. Da ihre Optionen jedoch hauptsächlich auf Unternehmen und gewinnorientierte Entitäten beschränkt sind, ist es schwierig, jemandem zu vertrauen. Es ist, als würde man eine Fußballmannschaft auswählen. Manche wählen vielleicht BBC, manche NYT, andere wer weiß welche Quelle. Ich sage nicht, dass diesen Quellen nicht vertraut werden kann, nur dass es schwer ist, ihnen zu vertrauen. Sehr schwer!

Es ist der perfekte Sturm, und es ist alles die Schuld des Handelsspiels, das wir spielen.

Die Menschen haben heute alle Gründe, bei einem Thema nicht in die Tiefe zu gehen. Aber sie haben Gründe, oberflächliche, irreführende und übertriebene Informationen zu präsentieren, weil sie diese für Geld eintauschen (Klicks = Profit). Es passiert heute aber auch etwas Seltsames: Jeder Idiot kann durch Google, Facebook und andere sortierende und filternde Online-Tools, die „Güte“ (Wert) in Aufrufe, Likes oder Reaktionen messen, zu einem bekannten Zusammenfasser werden. Idioten veröffentlichen ‚bombastische‘ Nachrichtentitel und Artikel oder Videos und werden dadurch immer bekannter. Die anderen Idioten, die Likes geben und diese Dinge teilen, masturbieren ihre Bestätigungsfehler (confirmation bias) mit diesen Materialien, und zusammen werden sie die beschissensten Zusammenfasser und die beliebtesten. Die Welt ist voll von diesen Prostituierten, die so billig geworden sind, dass sogar die Likes und Shares es für sie tun. Sie brauchen kein Geld mehr, sie brauchen nur Likes und Shares und sie werden den ganzen Scheiß der Welt dafür posten. Die Bombastiker, die Einfältigen, die Übertriebenen arbeiten alle im Internet so verdammt gut und werden so laut, dass nichts von gutem Wert (was lange dauert, um produziert zu werden) gehört wird. Es ist wie das Telefonspiel, bei dem die Forschung „Neutrino“ sagt und am anderen Ende als „Penis“ herauskommt. Einige dieser Idioten glauben wirklich das, was sie promoten, also geht es ihnen nicht darum, einen Gewinn zu erzielen (Geld, Likes, Aufrufe), sondern weil heute das zählt, was beliebt ist (wie gesagt, mehr Aufrufe bedeutet bekannter), dann kommen diese ehrlichen Idioten zu so vielen andere Idioten da draußen, weil das, was sie präsentieren, simpel und bombastisch ist und falsche Informationen verbreitet. Sie sind auch Opfer der handelsbasierten Welt, in der wir als Gesellschaft ihnen keine angemessene Bildung und angemessene Möglichkeiten bieten, um eine wissenschaftliche Denkweise zu entwickeln. Das sind die wilden Idioten, die aus einer behinderten Gesellschaft hervorgegangen sind. Und sie sind eigentlich keine Idioten. Sie spiegeln nur die Kultur wider, in der sie aufgewachsen sind.

Deshalb ob es uns gefällt oder nicht: wir können nicht alle die Schwierigkeit durchmachen, Behauptungen zu untersuchen, zur Quelle zu gehen und so, und deswegen müssen wir entscheiden, wem wir vertrauen. Ich sage, dass Experten, die für gemeinnützige Organisationen arbeiten, ein guter Anfang sind.

Ich habe TROMNews speziell für diesen Zweck entwickelt, um Nachrichten aus vertrauenswürdigen Quellen zu kuratieren. Es ist überhaupt nicht perfekt, aber sicher ist es viel besser als alles, was du da draußen finden wirst. Um auf meine Frage zu Sprache und Gedanken zurückzukommen: Weil mir unsere Leser finanziell helfen, konnte ich mehr Zeit damit verbringen, dieses Thema zu recherchieren, und weil ich mit dem Verkauf von TROM-E-Books kein Geld verdiene, konnte ich so unvoreingenommen wie möglich sein, als ich die Zusammenfassung von dem, was ich über Sprache gelernt habe, präsentierte. Ich bin auch ein Zusammenfasser und die Tatsache, dass ich eine Non-Profit-Kreatur bin, macht mich vertrauensvoller, würde ich sagen. Aber ich bin kein Experte in dem, was ich präsentiere – denk also daran. Ich kann dir nicht sagen, wie viele Menschen mir eine Menge Bücher geschickt haben, um über „Sprache und Denken“ zu lesen, und obwohl ich versucht habe, ihnen eine Chance zu geben, ist das nicht die Art von Arbeit, die ich für TROM tun möchte: das Zusammengefasste lesen und dann das zusammenfassen. Also ging ich direkt zur Quelle des Themas, über das ich schrieb. Und als letztes solltest du nicht vergessen, dass ich (natürlich) auch falsch liegen kann, aber zumindest ist die Wahrscheinlichkeit niedriger, dass ich voreingenommen bin und je mehr finanzielle Unterstützung ich bekomme, desto mehr Arbeit kann ich dafür einsetzen, TROM so wissenschaftlich wie möglich zu gestalten. Ich brauche keine Klickköder-Titel oder übertriebenen Inhalt, weil das nicht das ist, was ich verkaufe. Im Gegenteil, wenn ich das tue, werde ich werde Leser/Unterstützer verlieren.

Schau:

Es gibt keine einfache Antwort auf die Frage, wie gefälschte Nachrichten (Fake News) von ‚echten‘ Nachrichten unterschieden werden können. Der Übeltäter ist die Gesellschaft, in der wir leben, denn sie ist es, was die Menschen dazu bringt, sich auf solche Weisen zu verhalten, andere zu täuschen (absichtlich oder nicht). Wenn du niemanden finden kannst, dem du vertrauen kannst (eine Quelle, die zusammenfasst), dann würde ich sagen, dass du dich fragen sollst, wenn immer du irgendetwas hörst: Fleisch verursacht Krebs; die Erde ist flach; Sport verbessert die Gesundheit; und so weiter, woher kam diese Nachricht? Es muss eine Quelle geben. Wo hat das Telefonspiel angefangen? Finde diese Quelle! Dann lerne über das Thema und nicht die Frage. Wenn du viel über die Erde oder die Wissenschaft im Allgemeinen weißt (von der Schwerkraft bis zur Paläontologie, dem Klima, der Astronomie usw.), wirst du relevante Fragen stellen, wenn du hörst, dass die Erde flach ist. Wenn du mit der Gesundheitsforschung vertraut bist, weißt du, dass es nie so einfach ist zu sagen: „Diese Nahrung verursacht diese Krankheit“; psychologische Experimente implizieren selten Kausalität; und so weiter.

 

Randbemerkung: Diese Artikel sind für mich so einfach zu erstellen, weil ich sehr viel über diese Themen weiß. Im Gegensatz dazu dauert es bei mir so lange, TROM-E-Books zu erstellen (im Vergleich zu Blogbeiträgen), weil ich dort Themen erforsche, über die ich sehr wenig weiß, und die Recherche nimmt viel Zeit in Anspruch. Dieser Artikel brauchte etwa 3-4 Stunden, um ihn zu erstellen. Ein TROM-E-Book der gleichen Länge (das im Vergleich zu TROM-E-Books sehr klein ist) kann 3 Tage oder 10 Tage dauern, je nachdem.

Dieser Artikel stammt von Tio und ich habe ihn ins Deutsche übersetzt, weil ich ihn spannend, relevant und interessant finde. Hier ist das Original. Datum: 07.06.2017

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